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the cure. ein nachruf.

es gibt nichts schlimmeres als wenn sich pers?nliche helden selbst disqualifizieren, sich entthronen und zur schlechten lachnummer degradieren. leider ist es genau das, was zur zeit mit the cure passiert.

sie waren f?r den gr??ten teil meiner jugend, die nun allm?hlich endet, eine feste gr??e, eine inspiration, die quelle eines ganz speziellen lebensgef?hls - eine band, von der ich immer stolz behaupten konnte, sie sei meine lieblingsband. dem ist mittlerweile nicht mehr so.

man kann sagen, dass der abstieg f?r the cure direkt nach den grandiosen "trilogy"-konzerten, im november 2002 in berlin, begann. es erschienen pl?tzlich eine vielzahl von unfassbar schlechten kollaborationen, eine belangloser und unertr?glicher als die vorhergehende. stupide dance-nummern wie der remix von "a forest" in zusammenarbeit mit dem deutschen dancefloor-spackenduo "blank & jones" und ?berfl?ssige nullnummern wie der "blink 182" track "all of this", dem robert smith unbedingt seine stimme leihen musste.

aber all diesen unfug ertrug ich mit engelsgeduld, auf ein album hoffend, das im vorfeld als "schwer" und "sehr emotional" angek?ndigt wurde. im juni 2004 kam es dann auf den markt und verursachte bei mir mehr als nur einen schock. neben dem stinkh?sslichen artwork war es vor allem die nervt?tende erste single "the end of the world" die mich stark entt?uschte. was hatte ich nicht f?r einen song erwartet, als der titel der single bekannt wurde - aber dann dieser schrott, der belanglos und schlaff durch die boxen d?delte - ich war baff. das album selbst war zum gro?teil kein bisschen besser. zu weiterem, belanglosem popkram gesellten sich unmelodische monstersongs, vollgeschrien mit den d?nnsten texten der bandgeschichte, ein grauen vor dem herrn. ich kann bis zum heutigen tag nicht glauben, dass DAS die band sein soll, die ein album namens "disintegration" auf den markt gebracht hat. irgend etwas war schiefgelaufen.

nach der ver?ffentlichung des albums wurden interviews gedruckt, in denen einige bandmitglieder sich ?ber die arbeitsweise bei den aufnahmen zu selbigem beschwerten. besonders ?ber den neuen produzenten ross robinson (korn, slipknot), der den gestandenen musikern vorhaltungen ?ber ihre spielweise machte und sie mit vielerlei schnapsideen zur weissglut trieb. der einzige, den das alles kalt liess war robert smith - offenbar auch der einzige, der mittlerweile den schuss nicht mehr h?rt.

auf die frage, ob er lieber wieder mit dem neuen produzenten arbeiten, oder einen ausstieg langj?hriger bandmitglieder riskieren wolle, antwortete er, man k?nne jeden ersetzen, der nicht mit robinson arbeiten wolle. nun - egoismus und diktatur waren zwar schon immer seine st?rke, aber jetzt geht er entschieden zu weit. er scheint eine vollkommen ?berh?hte vorstellung von der bedeutung seiner band (oder seiner person) in der heutigen musiklandschaft zu haben, wenn er zum beispiel ?ber die gescheiterte "lollapalooza-tour" l?stert, dass headliner morrissey in den usa wohl nicht so beliebt w?re wie er scheinbar glaubt, w?hrend er selbst ?berall vor vollem haus spielen k?nne. sehr arrogant f?r jemanden, dessen letzte us-tour jeden abend zwischen 250.000 und 500.000 Dollar Verlust eingefahren hat - da ist wohl jeglicher realit?tssinn abhanden gekommen...

im moment steht es schlecht um die band, ausstiegsger?chte kursieren, die europa-tour ist auf eis gelegt, alles h?ngt in der schwebe - und ich bin so weit zu sagen: l?st euch auf! tut mir und euch den gefallen und macht es nicht noch schlimmer, als es ohnehin schon ist. den perfekten zeitpunkt habt ihr ende 2002 verpasst - jetzt ist alles nur noch eine beleidigung f?r euch selbst und eure fans. macht dem trauerspiel ein ende, damit wenigstens noch ein paar gute erinnerungen bleiben!

rest in peace.
11.9.04 19:33
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Corina (26.10.04 03:29)
The Cure darf sich aber schon deshalb nicht auflösen, weil ich noch jede Menge Konzerte sehen will.
Die einmalige Atmosphere auf Konzerten macht alles wieder gut, auch ein zugegebermaßen schwaches neues Album. Obwohl es da auch geteilte Meinungen gibt - selbst langjährige Fans lieben das Album. (ok, ich gehöre aber auch nicht dazu)
Habe The Cure jetzt schon 10x live gesehen, unter anderem auch in Berlin, aber fürchte mich jetzt schon vor dem Ende der Band. Zum Glück sind sie aber alle "in good mood", wie man beim letzten Live-Auftritt in Köln (Fernsehaufzeichnung) sehen konnte.


:scatterbrain: (26.10.04 13:04)
das mag durchaus richtig sein. obwohl die aktuellen setlists natürlich auch durch die neuen songs ziemlich leiden, aber da hat man ja zumindest noch andere perlen, die einen vertrösten können...

ich selber habe the cure mittlerweile genau 50 mal live gesehen, daher wäre selbst das kein argument mehr für mich, aber ich kann dich natürlich verstehen...

na mal sehen ob die europa-tour noch kommt, vor dem großen ende...

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